Die eigentliche Bedienungsoberfläche von Linux ist die Kommandozeile doch diese Bietet kaum Bedienungskomfort und wird deshalb nur auf Servern und Hackercomputern eingesetzt. Auf einem Server würde eine Grafische Oberfläche nur unnötig Platz und Leistung verbrauchen da diese Computer für selbständige Arbeit konzipiert wurden und meistens auch über ein Netzwerk von einem anderen Computer aus konfiguriert und kontrolliert werden.
Doch um auf dem PC-Markt konkurrenzfähig
zu sein muss ein Betriebssystem heutzutage eine grafische Oberfläche bieten darum hat man auf den Kernel das X Window
System gelegt (auch unter dem Namen X11 bekannt). X11 ist die grafische Oberfläche, kümmert sich aber nur um die
Fensterverwaltung, nicht deren Aussehen oder das Look&Feel. Darauf kommt dann der Fenster-Manager der das Aussehen und
die Bedienung der Fenster bestimmt. Die bekanntesten Vertreter dieser Art (KDE und Gnome) sind beide Windows sehr
ähnlich dennoch ist ein Einstieg in Linux mit etwas Gewöhnung verbunden. Diese Fenstermanager bieten beide ein
graphisches Konfigurationsmenü um dem Anwender die Einstellungen auf der Kommandozeile zu ersparen , eigene Tools für
den täglichen Gebrauch wie zum Beispiel Notizzettel, CD-Player, Videoabspielsoftware, kleine Spiele, einen
Internetfähigen Explorer und ein komplettes Officepaket (Koffice oder Gnome Office) mit Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation und Datenbank.
Wer also Angst hat sich mit kryptischen Befehlen auf der Kommandozeile herumschlagen zu müssen, kann beruhigt werden. Linux ist am Ball geblieben und hat sich immer weiterentwickelt, so dass die Konfiguration über Grafische Tools (abhängig von der Distribution) vorgenommen wird.
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