V. Der Aufbau des Systems

Linux ist etwas anders aufgebaut als die anderen Betriebssysteme weil diese Bauart eine Weiterentwicklung der einzelnen Komponenten ermöglicht, ohne bei jeder neuen Version die Auslieferung eines ganzen neuen Betriebssystems erfordert.

Das eigentliche Betriebssystem ist der sogenannte Kernel. Dieser ist für die Ansteuerung der Hardware zuständig. Der Kernel allein ist völlig unbrauchbar da er alleine noch nicht einmal etwas auf den Bildschirm schreiben könnte, das übernehmen die sogenannten init-Skripte, die alle nötigen Vorgänge (mounten den Festplatten, initiieren der Hardware, laden von Kernel-modulen etc..) beim Start des Systems abarbeiten und in einen benutzbaren Zustand versetzen. Der Kernel der bei der Installation auf die Festplatte kopiert wird, ist noch nicht auf die Eigenschaften des Systems zugeschnitten, läuft dafür aber meist stabil. Bei einer Neucompilierung kann man dann verschiedene Optionen und Module in den Kernel einbauen oder ihm mitteilen das er beim Anschließen von neuer Hardware (z.B. PCMCIA-Karten oder USB-Geräte) ein bestimmtes Treibermodul laden soll. Das Nachladen von Treibern kann zur Laufzeit geschehen, das heisst dass man den Computer nicht neu starten muss um diese Hardware benutzen zu können.

Neue Software wird über Pakete installiert, das ist zwar etwas komplizierter als einfach auf setup.exe klicken, doch bleibt so der modulare Aufbau erhalten. Wenn nur ein kleiner Teil der Software verändert wurde muss man nicht immer gleich das ganze Programm neu installieren, sonder lediglich ein einzelnes Paket aktualisieren. Diese sogenannten RPM-Pakete, werden über die Kommandozeile oder ein grafisches Interface installiert. Diese Installationsprogramme überprüfen gleichzeitig auch ob alle für den reibungslosen Betrieb nötigen Bibliotheken vorhanden sind.

Der Aufbau
Die Einsatzgebiete Inhaltsverzeichnis Die Bedienungsoberfläche